Migräne Stirn – Kopfschmerzen im Bereich der Stirn
Allgemeines zu Schmerzen im Kopf, Stirn und Nacken
Wenn Sie auch zu den Menschen mit häufigen Migräneanfällen gehören und nach Rat und Hilfe im Internet, zum Beispiel über die Suchmaschine Google gesucht haben, wird Ihnen schon aufgefallen sein, dass das Wort „Stirn“ sehr häufig in den
Suchergebnissen vorkommt.
Bei den meisten von Migräne betroffenen Menschen gehen die mit einem Migräneanfall verbundenen Kopfschmerzen einseitig von der Nackenmuskulatur aus und ziehen sich über den ganzen Kopf bis hin zur Stirn hin. Die betroffene Seite kann von Anfall zu Anfall wechseln, und bei einem Drittel der betroffenen Migräniker treten die Schmerzen auch auf beiden Seiten auf. Die Stirn ist allerdings nicht unbedingt die Stelle, an der sich der Kopfschmerz der Migräne besonders konzentriert.
Aber es gibt gleich mehrere Therapien bei Migräne, die im Bereich der Stirn ansetzen. Daher kommt wohl das häufige Auftauchen der Stirn in den Ergebnissen der Internetrecherche.
Migräne Operationen an Stirn und Nacken
Man kennt inzwischen verschiedene sogenannte Migräne Operationen sowohl im Bereich der Stirn als auch im Nacken. Sie beruhen letztlich alle auf einer Entlastung von verschiedenen Nerven, speziell dem Trigeminus-Nerv mit seinen Verzweigungen. Die Wirksamkeit der Methoden bei Migräne
wurde zufällig bei einer Studie festgestellt, die an sich eigentlich gar nicht im Zusammenhang mit Migräne stand.
Dabei ging es um die Entfernung eines bestimmten Muskels im Stirnbereich, mit der die sogenannten „Zornesfalten“ unterdrückt werden sollten. Bei der Nachuntersuchung dazu zeigte sich dann, dass bei 75 Prozent der Patienten, die vor dem Eingriff Migräne gehabt hatten, diese nun entweder ganz verschwunden oder sehr stark abgeschwächt war.
Die daraus abgeleiteten Migräne-Operationen zielen jetzt darauf ab, durch Entfernung des Muskels zu verhindern, dass eine Reizung der Trigger-Punkte für Migräne über der Augenbraue und an anderen Stellen an der Stirn, aber auch im Nacken verhindert wird.
Das entscheidende Kriterium für den Erfolg dieser Operationen ist dabei, dass die Triggerpunkte, die die Migräne auslösen, bei jedem Patienten individuell genau ermittelt werden müssen. Ein Test mit Botox vor der Operation erlaubt verlässliche Aussagen über die Wirksamkeit des geplanten Eingriffs.
Botox – Behandlung an der Stirn und die Migräne Stirn
Das Botulinumtoxin, kurz auch Botox genannt, ist pharmakologisch höchst wirksam. E
s ist ein Stoffwechsel – Endprodukt des Bakteriums Clostridium botulimum und auch eines der stärksten bekannten Gifte, das normalerweise zur Behandlungen von mimischen Falten eingesetzt wird. Wenn man kleine Mengen Botox in einen Muskel injiziert, wirkt es dämpfend auf die Impulse der Nerven und entspannt den Muskel für einen Zeitraum von mehreren Wochen.
Dabei stellte sich heraus, dass der Wirkstoff auch in der Lage ist, das Krankheitsbild vom Migräne-Patienten zu verändern. Das Krankheitsbild der Migräne ist ja recht komplex und viele Faktoren tragen zu ihrer Entstehung
bei. Auslöser eines Migräneanfalls sind bei vielen Patienten spezielle Trigger, wie zum Beispiel Muskelbewegungen im Stirn- oder Schläfenbereich, die auf Nerven drücken.
Wenn solch ein Auslöser vorliegen könnte, sollte man testen, ob eine Behandlung mit Botox die Schmerzen lindern kann. Das Botox wird in kleinen Dosen in einen Muskel an der Stirn gespritzt und führt zu einer mehrere Wochen anhaltenden Entspannung des Muskels. Für manche Patienten ist damit die Migräne Stirn kein Thema mehr.
