Migräne und Menstruation

Hormonelle Zusammenhänge zwischen Migräne und Menstruation

Migräne und Menstruation ist für viele Frauen ein Thema. Während der Menstruation sind bei rund sieben Prozent der Migräne-Patientinnen migraene 29 Migräne und Menstruationsehr starke und lang anhaltende Migräneattacken die Regel. Man spricht dabei von menstrueller Migräne. Hervorgerufen wird sie durch Schwankungen des Hormonspiegels, die diese Migräneattacken auslösen. Schon 2 Tage vor der Monatsblutung fällt bei den Frauen der Östrogenspiegel merklich ab. Diese Senkung des Pegels des weiblichen Sexualhormons macht die betroffenen Frauen empfindlicher gegen Faktoren, die Stress auslösen können – und damit auch die Migräne.

Vermutete Abläufe und Wechselwirkungen von Menstruation und Migräne

Eine weitere Theorie zu den Wechselwirkungen zwischen der Migräne und der Menstruation, die von einigen Spezialisten getragen wird, geht davon aus, dass die Verarbeitung von mit Schmerzen verbundenen Reizen im Gehirn vom Östrogenspiegel beeinflusst wird. Der Pegel des Östrogens hält auch den Pegel an Endorphinen hoch, und wenn zum Ende des Zyklus hin der Östrogenspiegel kopfschmerzen 60 Migräne und Menstruationabfällt, kann es zu entzugsähnlichen Schmerzen kommen, denn Endorphine sind eine Art von körpereigenem Opiat.

Bei der überwiegenden Mehrzahl der Frauen wird der reduzierte Endorphin-Spiegel allerdings durch eine geringere Aktivität des sympathischen Nervensystems mit der entsprechend langsameren Reizleitung für schmerbehaftete Impulse wieder ausgeglichen.



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Untersuchungen an der Universität von Kansas haben gezeigt, dass Zusammenhänge zwischen zwei für die Blutgefäße und damit auch für die Kontrolle von Schmerzen zuständigen Genen und dem Östrogenspiegel bestehen. Deren Beeinflussung durch den Abfall des Östrogenspiegels kurz vor der Monatsblutung zeigte sich dabei besonders deutlich. Es sieht nach diesen Studien so aus, aus seien bei der menstruellen Migräne mehrere für die Kontrolle von Schmerzen relevante Abläufe gestört.

Die menstruelle Migräne

Man spricht im Allgemeinen von einer menstruellen Migräne, wenn die Migräneattacken nur während der Menstruation auftreten. Wenn die Migräne-Patientinnen auch über Migräneanfälle zu anderen Zeitpunkten ihmigraene 24 Migräne und Menstruationres Zyklus klagen, handelt es sich nicht um eine menstruelle, sondern mehr um die sogenannte menstruationsassoziierte Migräne.

Normalerweise tritt die menstruelle Migräne in einem Zeitfenster von zwei Tagen vor bis zu 3 Tagen nach der Blutung auf. Das Führen eines Migräne-Tagebuch kann gut bei der Diagnose helfen. Die menstruelle Migräne  kommt in der Regel ohne die als Aura bezeichneten Ausfälle neurologischer Art wie Sprech- und Sehstörungen daher. Die Schmerzen sind aber oft deutlich stärker als normal bei Migräne und sie können bis zu eine Woche lang auftreten.

Die Behandlung der menstruellen Migräne

Wegen der besonders langen Schmerzphase bei der menstruellen Migräne wird von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zur akuten migraene 28 Migräne und MenstruationTherapie ein Schmerzmittel mit lang anhaltender Wirkung wie zum Beispiel Naproxen zur Behandlung empfohlen.

Die begleitenden Symptome der Migräne wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können mit Domperidon oder Metoclopramid gelindert werden. Die schweren und sehr schweren Schmerzattacken können mit den verschreibungspflichtigen Medikamenten der Triptan-Gruppe behandelt werden.

Alternative Therapien für menstruelle Migräne-Kopfschmerzen

In manchen der Fälle kann ein prophylaktisch schon vor dem Beginn der Schmerzen getragenes Hormonpflaster oder Hormongel die Beschwerden migraene 36 Migräne und Menstruationlindern.

Will eine Migräne-Patientin auf alle Medikamente verzichten, kann eine Beckenmassage fünf Tage vor der Menstruation vorbeugend wirken. Auch die altbewährten Verhaltensweisen können helfen: Bei Migräneattacken sollte man einen dunklen Raum aufsuchen, schlafen und / oder eine feuchte Kompresse oder einen Eisbeutel zur Kühlung verwenden. Hieran sollte man im Zusammenhang mit Migräne und Menstruation denken.



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Menstruelle Migräne

Was versteht man unter menstrueller Migräne?

Menstruelle Migräne betrifft nicht wenige Frauen. Insgesamt kommt Migräne bei Frauen ungefähr doppelt so häufig vor wie bei männlichen kopfschmerzen 49 Menstruelle MigränePatienten. Dabei ist die Häufigkeit der Migräne bis zum Eintritt der Pubertät bei Mädchen und Jungen nahezu gleich. Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist sie aber dreimal so hoch.

Im Alter von 40 Jahren ist der geschlechtsspezifische Unterschied am höchsten, nach den Wechseljahren gleicht sich die Migräne-Häufigkeit von Frauen und Männern dann wieder an. Hier sind offensichtlich hormonelle Einflüsse wirksam.

Bei vielen Migräne-Patientinnen besteht ein hormonell bedingter Zusammenhang zwischen der Menstruation und der Migräne. Eine menstruelle Migräne liegt immer dann vor, wenn die Migräne-Attacken nur während der Menstruation vorkommen. Gibt es auch Anfälle migraene 17 Menstruelle Migränean anderen Zeitpunkten des Zyklus, dann handelt es sich um eine menstruationsassoziierte Form der Migräne.

Bei der menstruellen Migräne ist der Verlauf der Attacken besonders heftig und sie dauern sehr lange an, das kann durchaus eine ganze Woche sein. Auch die begleitenden Symptome wie Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen und Geräusch- und Lichtempfindlichkeit sind bei der menstruellen Migräne in der Regel besonders stark ausgeprägt.

Die Behandlung der menstruellen Migräne

Die ersten Ansätze zur Behandlung der menstruellen Migräne lagen wegen des offensichtlichen Zusammenhanges zwischen den Änderungen des kopfschmerzen 65 Menstruelle MigräneHormonspiegels und den Migräneattacken im Bereich der Hormonpräparate. Östrogen-Pflaster und Östrogene in Tablettenform wurden versucht, konnten aber die Anfälle nicht wirklich verhindern.

Nur der Einsatz von Östrogen in kutan aufzutragenden Gels zeigte in kontrollierten Studien Wirksamkeit. Diese Präparate sind allerdings in Deutschland zur Zeit nicht zugelassen. Sie werden zwei Tage vor dem üblichen Einsetzen der Attacke aufgetragen und sieben Tage lang angewendet und sie verhindern das Aufkommen der Migräneattacke relativ zuverlässig. Allerdings gilt das nur für Patientinnen, die nur an menstrueller Migräne leiden, und das ist nur eine von 20 Migränikerinnen.



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Menstruelle Migräne und das Mineral Magnesium

Man sagt dem Mineral Magnesium schon sehr lange nach, dass es gegen Migräne schützen soll. Es gibt aber nur wenige kontrollierte wissenschaftliche Studien, die das belegen können. An der State University migraene 46 Menstruelle Migränein New York zeigten neuere Studien, dass Frauen mit Migräne-Attacken während der Menstruation möglicherweise zu wenig Magnesium mit ihrer Nahrung zu sich nehmen.

Zu dieser Studie wurde bei Frauen mit menstrueller Migräne nicht nur die Konzentration einzelner Mineralien, sondern auch das Verhältnis von geladenen, und damit biochemisch wirksamen Magnesiumionen zu Kalzium-Ionen gemessen, weil diese Mineralien Wechselwirkungen haben. Es zeigte sich, dass bei den Probanden mit menstrueller Migräne sowohl ein Mangel an kopfschmerzen 20 Menstruelle MigräneMagnesium-Ionen als auch ein erhöhtes Verhältnis von Kalzium zu Magnesium vorlag. Das bestätigte die Vermutung, dass Magnesium-Ionen mit der Entstehung einer menstruellen Migräne zu tun haben.

Diese Studie hat wegen der relativ kleinen Zahl von 61 Probanden keine sehr hohe Aussagekraft. Es ist aber in keinem Fall falsch, wenn Frauen, die an menstrueller Migräne leiden, ausreichend Magnesium zu sich nehmen. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 350 Milligramm am Tag.

Magnesium nimmt man hauptsächlich mit Vollkorn-Getreideprodukten, Milchprodukten Fleisch, Fisch und Geflügel aber auch vielen Gemüsesorten wie Kohlrabi oder Spinat auf. Auch Mineralwasser enthält Magnesium – hier sollten Sorten mit mehr als 100 Milligramm pro Liter vorgezogen werden. Ein wissenswertes Faktum in Zusammenhang mit menstruelle Migräne.



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