Migräne Ernährung
Die richtige Ernährung – Prävention und Therapie
Migräne und Ernährung ist ein wichtiges Thema. Es gibt mehrere deutliche Zusammenhänge zwischen der Migräne und der Ernährung der betroffenen Person. Die Wahl der für ihn persönlich geeignetsten Lebensmittel hilft dem Migränike
r sowohl im vorbeugenden Bereich als auch bei der Reduzierung der Häufigkeit und der Stärke der Migräneattacken.
Aber auch im Akutbereich können Lebensmittel direkt wirksam sein. Manchmal hilft schon ein großes Glas Mineralwasser mit möglichst hohem Gehalt an Magnesium-Ionen um eine Kopfschmerz-Attacke zu beenden! Nach einer Studie aus dem Jahr 2003 scheint die Ernährung ganz besonders bei Kindern direkte Auswirkungen auf die Migräne-Anfälligkeit zu haben.
Migräne auslösende Nahrungsmittel
Es gibt einige Nahrungsmittel, deren Inhaltsstoffe schon lange als Migräne-
Auslöser bekannt sind. Dazu gehört zum Beispiel das Histamin, das sich in Bier und Wein findet, das Phenylethylamin in der Schokolade, das Tyramin im Käse, das auch als China-Restaurant-Syndrom bekannte Glutamat und Tyrosin, beides Geschmacksverstärker. Weil der Abbau dieser Stoffe im Körper von Migräne-Patienten nicht ausreichend schnell abläuft, sollen Migräneattacken durch Aufnahme dieser Stoffe begünstigt werden.
Das Vermeiden der Nahrungsmittel, die diese Stoffe beinhalten, wird die Migräne sicher nicht heilen. Die Abläufe bei dieser Krankheit sind sehr komplex und die Ernährung ist nur ein einzelner begünstigender Faktor. Es gilt aber als sehr sicher, dass viele Nahrungsmittel, auch in Kombination, Migräne-Anfälle auslösen können.
Migräne in der Ernährung – Wie können die Auslöser in Lebensmitteln festgestellt werden?
Den meisten Betroffenen ist es schon lange klar: Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem, was man isst und den Migräne-Anfällen. Um die persönlichen Auslöser für die Migräne, die auch Trigger genannt werden, festzustellen, ist ein Migräne-Tagebuch sehr gut geeignet. Man bekommt es beim Hausarzt oder im Internet und protokolliert alle
Anfälle mit ihrer Stärke und Dauer und trägt auch als Migräne auslösend verdächtigten Faktoren wie Nahrungs- und Genussmittel ein.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zwischen dem Essen und dem Anfall einige Stunden oder eventuell sogar ein ganzer Tag vergehen kann, bekommt man auf diese Art und Weise einen recht guten Überblick über seine persönlichen Migräne-Auslöser oder kann bisher verdächtige Speisen als Trigger ausschließen.
Schwierig dabei ist, dass oft erst Kombinationen von Triggern die Attacke auslösen. Ein Nahrungsmittel, das alleine keine Anfälle auslöst, kann
zusammen mit einem anderen Auslöser wie zum Beispiel Stress dann letztlich doch einen Anfall hervorrufen. Aber das Migräne-Tagebuch bzw. der Kopfschmerz-Kalender sind bei konsequenter Führung die sicherste und zuverlässigste Methode, die eigenen Auslöser der Migräne zuverlässig festzustellen.
Die als Auslöser von Migräne bekanntesten Nahrungs- und Genussmittel sind Rotwein und alle anderen alkoholische Getränke, bestimmte fette Käsesorten wie zum Beispiel Brie, geräucherte Fleisch- und Fischgerichte, Hefe- und Weizenmehlprodukte, Schokolade, Zitrusfrüchte, Nüsse, Trockenobst und last not least die Genussgifte Kaffee und Tabak.
Migräne, Ernährung und Genussgifte
Alkohol, Tabak und Kaffee sind in unserer westlichen Gesellschaft sehr stark
verbreitet. Hier muss man sich schon entscheiden, ob man lieber auf Alkohol und Zigaretten verzichtet und dafür weniger Migräne-Probleme hat, oder ob man häufiger mal eine zusätzliche Migräne-Attacke für die Genussgifte in Kauf nimmt. Alkohol ist als häufiger Auslöser von Migräne-Anfällen bekannt, und es soll sogar Leute geben, bei denen schon der Rauch einer Zigarette eine Migräne-Attacke ausgelöst hat.
