Migräne und Kopfschmerzen
Informationen zu Migräne und Kopfschmerzen, zu Symptomen, Ursachen, Diagnose und Behandlung
Migräne und Kopfschmerzen können zweifellos als Volkskrankheiten bezeichnet werden. Der Begriff „Migräne“ ist aus dem Griechischen abgeleitet. In Griechisch bedeutet hemikranion „halber Schädel“ und das
sagt etwas zu einer der bekanntesten Eigenschaften der Migräne: Diese stechenden, pochenden und pulsierenden Schmerzen treten nur auf einer Seite des Kopfes auf, von daher kommen auch die Bezeichnungen „Einseiten-Kopfschmerz“ oder „Halbseiten-Kopfschmerz“.
Bekannt bedeutet in diesem Fall aber nicht auch korrekt, denn in bis zu einem Drittel der Fälle können die Schmerzen auch beidseitig oder mal auf der einen, mal auf der anderen Seite des Kopfes auftreten. Einseitige Kopfschmerzen alleine sind allerdings noch kein sicheres Erkennungsmerkmal für Migräne, denn sie kommen sehr wohl auch bei anderen gesundheitlichen Problemen wie zum Beispiel bei ATGS, Trigeminusneuralgie und anderen Kopfschmerzerkrankungen vor. Deshalb müssen wir uns einer Definition der Krankheit über andere Merkmale wie die Symptome und die Verbreitung der Migräne weiter annähern.
Symptome, Ursachen und Diagnose von Migräne
Migräne Symptome müssen differenziert betrachtet werden, denn das Krankheitsbild der Migräne ist nicht besonders einheitlich. Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehört ein periodisch wiederkehrender,
pulsierender, meist halbseitiger mittelschwerer bis schwerer Kopfschmerz, der die Betroffenen vier bis 72 Stunden lang quälen kann.
Dies kann von Appetitlosigkeit über Magen- und Bauchschmerzen bis hin zu Übelkeit, teilweise mit Erbrechen, und starker Licht- und Geräuschempfindlichkeit gehen. Selbst Störungen der Sprache und motorische Probleme können bei einem Anfall auftreten, weshalb der Frage nach Migräne Ursachen besondere Bedeutung zukommt.
Bei manchen Formen der Migräne gibt es schon spezifische Vorboten des Schmerzanfalls. Sensible Erscheinungen wie zum Beispiel Flimmern, Lichterscheinungen, Doppelbilder und Einschränkungen des
Gesichtsfeldes und auch das Auftauchen farbiger Formen sind typisch dafür. Dies sind wichtige Informationen, wenn es um eine korrekte und fundierte Migräne Diagnose geht.
Aber auch motorische und Sprachstörungen können, wenn auch nicht so häufig, diese sogenannte Migräneaura begleiten. Diese Form der Migräne mit Aura wird als die klassische Form der Migräne bezeichnet und betrifft ungefähr 15 Prozent der Migräne-Patienten.
Verbreitung, Behandlung und Therapie von Migräne
In der Bundesrepublik Deutschland leidet fast jeder zehnte Bürger unter Migräne, womit gehört sie zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen nicht nur in unserem Land, sondern in allen westlichen Ländern zählt. Aus
mehreren Studien geht hervor, dass sie in Europa, Amerika und Afrika mit annähernd der gleichen Häufigkeit auftritt. Im asiatischen Bereich liegen die Zahlen etwas niedriger, das hat aber vermutlich eher kulturelle Ursachen, die eine geringere Aufmerksamkeit für Migräne zur Folge haben.
Bei Frauen tritt Migräne im Durchschnitt dreimal häufiger als bei Männern auf. Hierbei ist die Häufigkeit zu Beginn der Pubertät und nach den Wechseljahren der Frau in etwa gleich hoch wie bei den Männern. In der Zeit dazwischen ist jedoch bei Frauen ein sehr deutlicher Anstieg der Häufigkeit der Migräne bis hin zum drei- bis vierfachen der Männer zu beobachten. Deshalb werden hormonelle Ursachen als wahrscheinlich angesehen, aber auch genetische vermutet.
Ihre ersten Migräneanfälle erleiden die betroffenen Menschen meist in der Pubertät. Migräne kommt aber auch schon bei Kindern vor, hier sind rund
drei Prozent betroffen. Dabei sind die Anfälle deutlich kürzer und die Kopfschmerzen sind nicht so stark wie bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Dafür sind Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen in der Regel deutlich stärker.
Angesichts der Vielfalt von Migräne Ursachen und Erscheinungen dieser Erkrankung ist auch das Feld der Migräne Behandlung groß und divers. So stehen neben klassischen Behandlungsmethoden wie Medikamenten und Schmerztherapie auch neuartige, sogenannte Alternative Behandlungen einschließlich Akkupunktur und Reiki. Wie in vielen Krankheitsbereichen hat auch der Patient bei der Migräne so eine breite Auswahl von Diagnose- und Therapiemethoden zur Auswahl, von denen zu hoffen ist, daß zumindest eine den gewünschten Erfolg hat.